Unsere Kirche

St. Sebastian

St. Adalbert

Die im Magdeburger Stadtteil Hopfengarten (des Weiteren „Reform“ genannt) wohnenden Katholiken gehören ursprünglich zur Pfarrei St. Norbert in Magdeburg-Buckau. Bereits in den 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts steigt.

St. Norbert

Mit der Gründung der Missionsvikarie am 1. Dezember 1868 ist in der seit dem Jahre 1859 selbständigen Stadt Buckau katholisches Leben vor Ort wieder möglich. In dem im Jahre 1872 errichteten Missionshaus werden regelmäßig Gottesdienst gefeiert.

Marienstift

Das Krankenhaus St. Marienstift Magdeburg wurde im Jahr 1906 in Magdeburg – zunächst als Waisenhaus - von den Schwestern der Heilligen Elisabeth gegründet. Noch heute gibt es hier eine kleine Gemeinschaft der Schwestern.

Kathedrale Sankt Sebastian
Bischofskirche des Bistums Magdeburg seit 1994

Als katholische Bischofskirche von Magdeburg bildet die Kathedrale Sankt Sebastian seit 1994 den geistlichen Mittelpunkt des Bistums Magdeburg. Ihre Geschichte reicht jedoch weiter zurück, denn bereits im Jahr 1015 legte der damalige Magdeburger Erzbischof Gero den Grundstein der ersten Sebastians-Kirche.

Durch Feuersbrünste in den Jahren 1188 und 1207 wurde die damalige Stiftskirche so stark beschädigt, dass im 14. bzw. 15. Jahrhundert ein Neubau notwendig wurde, der St. Sebastian zu seiner heutigen Gestalt als gotischer Hallenkirche verhalf. Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges hinterließ ebenfalls ihre Spuren, das Gotteshaus verfiel zur Ruine und verlor unter anderem seinen Kreuzgang. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche notdürftig hergerichtet, um wieder Gottesdienste feiern zu können.

1811 erfolgte die endgültige Auflösung des Stiftes. Während der napoleonischen Besatzung nutzten die Truppen die Kirche als Lager, Feldschmiede und Werkstatt. Im 19. Jahrhundert wuchs die katholische Gemeinde in Magdeburg stark an. 1873 konnte die Sebastianskirche von der Stadt erworben und restauriert werden. 1878 wurde hier erstmals nach der Reformation wieder eine Heilige Messe gefeiert.

Beim Bombenangriff am 16. Januar 1945 wurde die Kirche schwer beschädigt. In der Nachkriegszeit fanden hier auch evangelische Gottesdienste statt. Ab 1949 residierte ein Weihbischof dauerhaft in St. Sebastian. Umfangreiche Restaurierungen folgten in den fünfziger und achtziger Jahren.

Mit der Errichtung des Bistums Magdeburg im Jahr 1994 wurde St. Sebastian zur Kathedrale erhoben. Die letzten Umbauarbeiten wurden 2004 abgeschlossen. Seitdem verfügt die Kathedrale wieder über einen Kreuzgang mit Kapitelsfriedhof sowie ein neues Sakristeigebäude. 2005 wurde die neue Hauptorgel fertiggestellt.

Besucherinformationen

Adresse:
Max-Josef-Metzger-Straße 4
39104 Magdeburg

Öffnungszeiten:
täglich
Winterzeit – 10:00 bis 17:30 Uhr
Sommerzeit – 09:30 bis 18:00 Uhr

Broschüre „1015 – 2015 – Tausend Jahre St. Sebastian“
St. Adalbert
Katholische Kirche im Magdeburger Stadtteil Reform

Die im Magdeburger Stadtteil Hopfengarten (Reform) wohnenden Katholiken gehörten ursprünglich zur Pfarrei St. Norbert in Magdeburg-Buckau. Bereits in den 1930er Jahren stieg durch die rege Bautätigkeit im Stadtteil die Zahl der Katholiken stetig an. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Notwendigkeit einer eigenen Kirchengemeinde für Reform, Karl-Liebknecht (früher Krupp), Planetensiedlung und Lindenhof erkannt.

Im Januar 1939 wurde für den Bau einer katholischen Kirche ein Grundstück nahe der Leipziger Chaussee erworben. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte jedoch die Umsetzung der Baupläne. Am 6. Dezember 1942 feierten die Katholiken erstmals einen eigenen Gottesdienst in den Räumen der evangelischen Christuskirche im Ahornweg.

Aufgrund der Kriegsfolgen und der restriktiven Kirchenpolitik der DDR konnte erst 1969 eine Seelsorgestelle in Reform errichtet werden. Am 3. Juli 1969 erhielt die Kuratie als Patron den ersten Magdeburger Erzbischof Adalbert. Bereits am 1. August 1969 wurde sie zur Filialkirchengemeinde im Pfarrverband von St. Norbert erhoben. Zehn Jahre später zählte die Gemeinde bereits 1620 Katholiken.

Im Rahmen eines kirchlichen Sonderbauprogramms der DDR, unterstützt von der Diözese Paderborn und dem Bonifatiuswerk, begann 1984 der Bau der Kirche. Viele Gemeindemitglieder halfen aktiv mit. Am 10. November 1985 wurde die Kirche durch Bischof Johannes Braun konsekriert. Seit 1993 ergänzt ein freistehender Glockenturm das Ensemble.

Die Kirche ist ein achteckiger Hallenbau mit abgewalmtem Kupferdach. Die Tabernakelstele mit dem Motiv des Lebensbaumes, das Altarkreuz und der Ambo wurden in Messing und Emaille nach Entwürfen von Dora und Hubert Kleemann gestaltet. Die Bleiglasfenster mit den Themen „Verbindung mit Gott“ und „Mahl mit Gott“, entworfen von Magdalena Sorger, wurden 1991 eingebaut.

Am 20. November 1989 wurde die Kuratie zur Pfarrei erhoben. Seit dem 2. Mai 2010 ist St. Adalbert Teil der neu gegründeten Kathedralpfarrei St. Sebastian.

Besucherinformation

Adresse:
Neptunweg 13
Magdeburg

Autor:
Ferdinand Pretz

St. Norbert
Katholische Kirche in Magdeburg-Buckau

Mit der Gründung der Missionsvikarie am 1. Dezember 1868 wurde in der seit 1859 selbständigen Stadt Buckau katholisches Leben vor Ort wieder möglich. In dem 1872 errichteten Missionshaus wurden regelmäßig Gottesdienste gefeiert. Aufgrund der rasch anwachsenden Zahl katholischer Gläubiger erwarb die Gemeinde ein Grundstück für einen Kirchenneubau.

Die Pfarreierhebung erfolgte am 10. Juni 1894. Zwölf Monate später wurde der Grundstein für den Bau der St. Norbert-Kirche gelegt. Am 10. Mai 1898 konsekrierte der Paderborner Bischof Hubertus Simar im Rahmen eines Firmgottesdienstes den Neubau. Allerdings blieb die Kirche unvollendet – zwei Joche und der Glockenturm fehlen bis heute.

Die St. Norbert-Kirche ist eine neugotische Hallenkirche aus Backstein. Das Innere wurde mehrfach umgestaltet. 1946 wurden die Fenster erneuert und frühere Stilelemente entfernt, wodurch die ursprüngliche farbige Ausgestaltung verloren ging. Bei einer umfassenden Renovierung im Jahr 2005 wurde diese teilweise wiederhergestellt.

Hochaltar und Kanzel stammen aus der Wiedenbrücker Schule und zeigen sich heute in vereinfachter Form. Der von der Bildhauerin Erika Maria Wiegand gestaltete Kreuzweg aus Terracotta befindet sich seit 1948 in der Kirche. Die Orgel wurde 1903 von der Orgelbaufirma Rühlmann aus Zörbig/Saale erbaut.

Im Eingangsbereich zur Sakristei befindet sich eine Reliquie des heiligen Norbert, die der Gemeinde im Dezember 1918 vom Prämonstratenser-Kloster Strahov in Prag geschenkt wurde.

Wie ihre „Töchter“ St. Johannes-Baptist und St. Adalbert gehört auch die St. Norbert-Gemeinde seit dem 2. Mai 2010 zur Kathedralpfarrei St. Sebastian. Neben den rund 400 Gemeindemitgliedern feiern heute auch Angehörige verschiedener christlicher Konfessionen sowie die polnische katholische Gemeinde hier ihre Gottesdienste.

Besucherinformationen

Adresse:
Karl-Schmidt-Straße 5
Magdeburg

Autor:
Ferdinand Pretz

Krankenhaus St. Marienstift Magdeburg
Gegründet 1906 von den Schwestern der Heiligen Elisabeth

Das Krankenhaus St. Marienstift Magdeburg wurde im Jahr 1906 – zunächst als Waisenhaus – von den Schwestern der Heiligen Elisabeth gegründet. Noch heute lebt hier eine kleine Gemeinschaft der Ordensschwestern und prägt das geistliche Leben des Hauses.

In der Kapelle des Krankenhauses werden wochentäglich sowie sonntags Gottesdienste gefeiert, zu denen auch Gläubige aus der Umgebung herzlich eingeladen sind. Die Kapelle ist ein Ort der Ruhe, des Gebetes und der seelsorglichen Begleitung.

Weitere Informationen

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Ehemalige Kirche St. Johannes Baptist
Katholische Kirche in Magdeburg-Salbke (1909–2019)

Durch die seit den 1830er Jahren entstehenden landwirtschaftlichen Industrien in Salbke kam es zu einem verstärkten Zuzug von Katholiken aus dem Eichsfeld und den preußischen Ostprovinzen. Zunächst wurden sie von der Pfarrei in Magdeburg-Altstadt und später von Buckau aus seelsorgerisch betreut. Mit dem weiteren Anstieg der katholischen Bevölkerung nach der Reichsgründung wuchs der Wunsch nach einer eigenen Kirche.

Am 9. Mai 1909 wurde der Grundstein für die St. Johannes-Baptist-Kirche gelegt. Bereits ein Jahr später erfolgte die Weihe zum vorläufigen Gebrauch. Am 26. Juni 1912 wurde die Kirche durch Bischof Dr. Karl Joseph Schulte feierlich konsekriert. Damit verfügten rund 1.500 Katholiken aus Salbke, Fermersleben, Westerhüsen, Beyendorf, Sohlen und Dodendorf über ein eigenes Gotteshaus.

Die neogotische Backsteinkirche ist eine dreischiffige Staffelhalle mit Querhaus und polygonalem Chor. Der Kirchturm befindet sich an der nordöstlichen Ecke des Gebäudes. Der weiträumige Innenraum wird von einem Kreuzrippengewölbe getragen, das auf Rundpfeilern mit Blattkapitellen ruht.

Obwohl das Gotteshaus am 14. Februar 1945 schwer beschädigt wurde, sind zahlreiche Teile der ursprünglichen Inneneinrichtung erhalten geblieben, darunter der Hochaltar mit neogotischem Aufsatz. Der 1919 vom Münchener Bildhauer Hans Faulhaber geschaffene Kriegsgedenkaltar wurde nach 1986 entfernt; erhaltene Skulpturen sind eingelagert.

Die sechs Farbglasfenster im Chorraum wurden nach dem Zweiten Weltkrieg vom Glaskünstler Walter Bischof geschaffen. Sie zeigen biblische Motive in figürlicher Darstellung, eingebettet in geometrische Bleiverglasung mit Glasschliff und Schwarzlotmalerei.

Am 1. Oktober 1917 wurde die Filialkirchengemeinde Magdeburg-Südost errichtet, 1938 folgte die Pfarreierhebung. Seit dem 2. Mai 2010 gehörte die Gemeinde zur Kathedralpfarrei St. Sebastian.

Der bauliche Zustand des Gebäudes und die kleiner werdende Gemeinde machten es 2019 notwendig, den Standort aufzugeben. Am 24. November 2019 wurde am Christkönigssonntag nach 109 Jahren der letzte Gottesdienst gefeiert. Die anschließende Nutzung durch die Selbständig Evangelisch-Lutherische Gemeinde war nur von kurzer Dauer. Inzwischen ist die Kirche profaniert. Die verbliebenen Gemeindemitglieder haben in anderen Kirchen der Kathedralpfarrei eine neue Heimat gefunden.

Autor

Ferdinand Pretz